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22. Sommer-Deaflympics - eine Bilanz

Text und Fotos: Peter Fiebiger, Vizepräsident Öffentlichkeitsarbeit
Datum: 03. November 2013
Deaflympics 2013 – Mitarbeiterseminar des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes
Am letzten Wochenende fand im Gehörlosenzentrum in Kassel unter der Leitung des des Leistungssportausschusses und der Sportdirektorin Sabine Grajewski die Auswertung der Deaflympics aus deutscher Sicht statt.

Delegationsleitung, Trainer, Betreuer, Aktivensprecher sowie der Med. Stab hatten in einer vorhergehenden Befragung Stellung genommen, wie die sportliche Leistung und die Ergebnisse der einzelnen Sparten zu bewerten sind. Ebenso standen die logistischen Fragen, wie An- bzw. Abreise, Hotel und Einkleidung, med. Versorgung sowie die Öffentlichkeitsarbeit zur Diskussion.
Ein sehr interessanter Punkt war die Neuregelung der Medaillenprämien. Die bisherige Praxis der Stiftung Deutsche Sporthilfe sah eine Honorierung einer Goldmedaille in Höhe von 900,00 € vor. Für eine Silbermedaille wurden 600,00 € und Bronzemedaille 300,00 € gezahlt. Die individuelle Förderung eines Deaflympicsteilnehmer sah einen Beitrag von 1.200,00 € für den 4 Jahreszeitraum, zur Unterstützung von Trainings- und Wettkampfaufwand vor.
In einer mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe ausgehandelten Neuregelung wurde die individuelle Förderung auf 1.000,00 € zurückgefahren, dafür aber die Medaillenprämie erhöht. Nach dem Kampf der paralympischen Sportlerinnen und Sportler, die zwar noch weit aus mehr für ihre Medaillen bekommen, konnte der DGS wenigstens eine spürbare Erhöhung erreichen. Nach einem speziellen Schlüssel, konnten erstmals 2.500,00 € im Höchstfall an Einzelsportler ausgezahlt werden. Mannschaftsmedaillen wurden zwar auch angehoben, aber sie blieben doch erheblich unter dem Höchstbetrag. Trotzdem ist der DGS froh für seine Athleten eine Verbesserung erreicht zu haben. Diese ausgehandelte Regelung galt aber nur für die Spiele 2013. In weiteren Gesprächen wird der DGS mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe ein neues Konzept zur individuellen Förderung und zu den Medaillenprämien 2017 erarbeiten müssen.

Der 2. Teil des Seminars stand im Fokus der Zukunft. Es wurden Wege beleuchtet und Möglichkeiten zur Leistungsverbesserung gesucht. Die zunehmende internationale Konkurrenz und die offensichtlichen weltweiten Leistungssteigerungen, sowie auch die unterschiedlichen Förderkonzepte wurden diskutiert. Die Verantwortlichen der Fachsparten und die Führung des Leistungssportes im DGS müssen in den kommenden Monaten daran arbeiten, schon frühzeitig Möglichkeiten zu finden, die eine weitere Verbesserung im internationalen Spitzensport ermöglichen. Erforderlich wird auch eine verbesserte Talent- und Nachwuchssuche sein.

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