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Deaflympics 2017 Samsun Vorbereitungsseminar des DGS

Text: Anne Köster, Fotos DGS Archiv
Datum: 31. Oktober 2016
Es geht in die heiße Phase!
Vom 28. bis 30. Oktober tagten in Dieblich an der Mosel all jene, die den Erfolgskurs des DGS aus diesem Jahr gern in das Deaflympicsjahr 2017 mitnehmen möchten.

Vorbereitungsseminar
Der DGS hat im Jahr 2016 eine Erfolgsbilanz aufzuweisen, die für dieses Vorhaben eine gesunde und viel versprechende Grundlage bildet. Darauf soll die Arbeit in den künftigen acht Monaten, bis der Startschuss für die 23. Sommer Deaflympics fällt, aufbauen. Während des dreitägigen Seminars wurden dafür weitere Weichen gestellt.
Nach einer allgemeinen Einführung in das Thema und einer Aktualisierung des Standes der Vorbereitungen vor Ort beim Ausrichter in Samsun nach dem Stand der Inspektionsreise im Juli gab es detaillierte Informationen zu den Sportstätten, zur Unterkunft und der geplanten Anzahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen. 95 Athleten und Athletinnen aus 12 Sportarten, davon 2 Mannschaften – Fußball und Handball Männer – mit insgesamt 38 Spielern sind für die Teilnahme vorgesehen. Das OK, die Sparten und die Geschäftsstelle sind wie immer aufgerufen, für die bestmöglichen Bedingungen bei der Betreuung zu sorgen.
Vorgabe des BMI ist die konsequente leistungs- und erfolgsorientierte Ausrichtung der Vorbereitungen. Der DGS wird - wie die anderen Spitzenverbände bei Olympia - dem BMI im Vorfeld eine Medaillen- bzw. Erfolgsprognose vorlegen müssen, eine Zielerreichung ist Grundlage für die zukünftige Förderung. Dazu stehen Verbandsfachwarte, Trainer- und Trainerinnen, sowie alle Athleten und Athletinnen in der Pflicht, eine möglichst umfangreiche Informationsgrundlage zur Beurteilung der Erfolgschancen abzugeben. Die dafür erforderlichen Dokumentationen waren eines der wichtigsten Themen bei den Einzelworkshops für Trainer und Fachwarte.
Unabhängig von den Vorgaben des BMI erwartet das Entscheidergremium die Erfüllung bestimmter Voraussetzungen für eine mögliche Nominierung, ohne die eine Teilnahme nicht möglich sein wird, unter Anderem z.B.
1. nachgewiesene und erfolgsweisende Teilnahme an den Deutschen Gehörlosen Meisterschaften oder höherklassigen Wettkämpfen;
2. Erfüllung der Qualifikationskriterien des ICSD als notwendige Grundvoraussetzung – durch das ICSD zugewiesene Startplätze werden nicht zwangsläufig ausgeschöpft;
3. Erfüllung der Qualifikationskriterien/Normerreichung des DGS unabhängig von den Qualifikationskriterien des ICSD.
Ab dem 18.05.2017 wird das Nominierungsverfahren beginnen. Ausgenommen sind die Sportarten mit der Möglichkeit einer späteren Normerfüllungen und Qualifikationen (abhängig von den Terminen der Qualifikationswettkämpfe). Pflichtverletzungen, unsportliches, verbands- oder mannschaftsschädigendes Verhalten können eine Rücknahme der Nominierung nach sich ziehen, auch wenn vorgegebene Voraussetzungen erfüllt worden sind.
Ein weiteres Thema war die medizinische und physiotherapeutische Versorgung aller Teilnehmer und Teilnehmerinnen vor Ort, deren Leitung Dr. Sebastian Mittelhaus übernehmen wird, der schon 2013 in Sofia und 2015 bei der EuroDeaf2015 in Hannover dabei war. Er hielt einen eindrücklichen Vortrag über erfolgsbegünstigende und erfolgsmindernde Faktoren, die bei Sportwettkämpfen solcher Größenordnung und bei der Vorbereitung darauf eine entscheidende Rolle spielen.
Das OK der Deaflympicsmannschaft, bestehend aus Präsident Winfried Wiencek als Chef de Mission und seiner Stellvertreterin für den Bereich Verwaltung, Verbandsinterna und Öffentlichkeitsarbeit, Generalsekretärin Diana Aleksic und mit seinem Stellvertreter für den Bereich sportfachliche Angelegenheiten, Vizepräsident Andreas- Mühlbauer-Füll, stellte das Organigramm mit der Zuordnung des Mitarbeiterstabs sowie der Amtsträgern im Ehrenamt und der Honorarkräfte vor.
Die Veranstaltung wurde aufgelockert durch die Präsentation der offiziellen Einkleidung, die dieses Jahr nicht von Adidas sein wird. Überzeugt von Qualität und Preisleistungsverhältnis hat sich das OK für ERIMA als offiziellen Ausstatter der DGS Deaflympics Mannschaft entschieden.
Mit einem Vortrag des NADA Beauftragten für Prävention, Dominic Müser, kehrte man zum Ernst des Lebens zurück, mit einem umfassenden Einblick in Regelwerk und Abläufe sowie in die unterschiedlichen Plattformen sprach er sehr lebendig und anschaulich ein Thema an, das den DGS im Olympiajahr mit dem teilweisen Ausschluss der russischen Mannschaft von den Olympischen Spielen und dem vollständigen Ausschluss der russischen Mannschaft von den Paralympics sehr beschäftigt, vor allem, weil die außergewöhnlichen Leistungen russischer Gehörloser nicht nur bei den Deaflympics durchaus zu Misstrauen Anlass geben. Die NADA gehört zu den führenden Spitzen in der weltweiten Dopingbekämpfung und bietet vor allem dem Sportler und der Sportlerin einen wirksamen Schutz, den jeder nutzen kann, so auch die bereit gestellten benutzerfreundlichen Apps und andere interaktive Plattformen. Wie immer waren auch Nahrungsergänzungsmittel Thema und Herr Müser unterstützte die bereits von Dr. Mittelhaus angesprochene Wichtigkeit einer guten Ernährung an, die NEMs weitestgehend überflüssig macht.
Bevor es in die Einzelgruppen ging, stellte Peter Fiebiger das Ergebnis der der Sitzung zur DL2017 Samsun Öffentlichkeitsarbeit vor, die am Montag im Vorfeld zum Seminar in der Geschäftsstelle stattgefunden hat. Er hatte sich bereit erklärt diesen Bereich unter der Leitung von Winfried Wiencek und Diana Aleksic zu koordinieren und sich der Sponsorenakquise zu widmen. Wie schon seit 2009 wird es neben der regulären Berichterstattung, den Fotogalerien, Homepage etc. wieder ein Filmteam geben, dieses Jahr in eigenständiger Regie, aber in konsequenter Kooperation mit dem Gesamtteam, gestellt von der Sportjugend NRW unter der Leitung von Lars Neuhaus.
Das letzte Wort hatte am Sonntagmorgen der Chef de Mission, Winfried Wiencek, der sich nach der Vorstellung der Ergebnisse der Gruppenarbeiten und Beantwortung aller noch offenen Fragen bei allen für die fruchtbare Zusammenarbeit bedankte.

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