7. Volleyball-EM
Sabine Grajewski, DGS-Sportdirektorin
Datum: 15. Mai 2007
7. Volleyball-Europameisterschaften der Gehörlosen
11. - 19. Mai 2007 in Kortrijk/BEL
Herren: Deutschland-Türkei 3:0
(25:15, 25:19, 25:14)
Halbfinale vorzeitig erreicht.
Mit Respekt ging das deutsche Herrenteam in das Match gegen die Türken. Obwohl diese mit ihren Siegen gegen Weißrussland und Belgien sportlich überzeugten, gaben Trainer Stebel und Böhner dem jüngeren Steller Stefan Schäfer die Chance, sich unter Druck international zu beweisen. Er machte seine Sache gut, blieb trotz einiger Einbrüche letztendlich Chef auf dem Feld und führte das Team zum 3:0.
Der stärkste Spieler der Türkei wurde im Angriff ausgeschaltet, da die im Training einstudierten Abläufe voll umgesetzt wurden. Der Block stand wie eine Mauer. Libero Maik Fischer wird immer stärker und lieferte eine taktische Meisterleistung ab, gestärkt durch J. Baisch und A. Müller-Bothmann, die im Annahmeriegel konstant arbeiteten. Der Willen der deutschen Mannschaft ist förmlich körperlich zu spüren, die im Herrenvolleyball geforderte Aggressivität am Netz ist da und kleine Fehler werden nicht mehr bestraft.
Die Favoriten aus der Ukraine und Russland sind jetzt der Gradmesser und das Halbfinalspiel gegen die Russen wird zeigen, wo die Mannschaft steht.
Im ersten Satz ließen die Deutschen durch klares einfaches Volleyballspiel die türkische Mannschaft überhaupt nicht ins Spiel kommen. Im zweiten Satz kamen die Türken besser ins Spiel und hielten bis zum 13:13 mit. Die deutschen Herren waren kurz davor, die Linie zu verlieren, da sie sich unkonzentriert auf das unorthodoxe Spiel der Türken einließen. Der Satz wurde nach klaren Auszeitanweisungen der Trainer dann doch mit 25:19 gewonnen. Im dritten Satz legte J. Baisch eine Aufschlagsserie zum 8:0 hin und damit die Grundlage für den Matchgewinn. David Bednarek gab auf internationaler Ebene seinen Einstand mit zwei Assen und lieferte ein gutes Spiel ab.
Nach dem Spiel gingen die Herren umgehend zu den deutschen Damen und mit ihrer Unterstützung konnten auch diese ihr Spiel gewinnen.
Damen: Deutschland – Tschechien 3:2
(23:25, 25:19, 25:16, 16:25, 15:8)
Spannender konnten die Damen ihren Einzug ins Halbfinale nicht gestalten. Die auf der internationalen Volleyballbühne eher schwach eingeschätzten Tschechinnen machten dem deutschen Team das Leben wahrlich schwer.
Schnell führten die Deutschen im ersten Satz, doch gaben sie diese Führung ab, erkämpften sich dann jedoch wieder ein klares 23:19. Die Nerven, Angst, Unsicherheit? Einer dieser Faktoren oder alle drei ermöglichten dem Gegner den Satz mit 25:23 zu gewinnen. In den folgenden beiden Sätzen wurden die Anweisungen von Trainer Sonnenbichler und B. Nolte befolgt und beide Sätze klar gewonnen.
Im vierten Satz brach das Team total ein und stärkte die Tschechinnen durch vermeidbare eigene Fehler. Beim Stand von 7:17 kämpften sich die Damen noch einmal bis zum 13:17 heran, hielten diese Leistung jedoch nicht und gaben den Satz mit 16:25 ab. Im entscheidenden fünften Satz feuerten die deutschen Herren „ihre“ Damen an und schrieen sie förmlich zum Matchgewinn. Plötzlich klappte alles und ein klares 15:8 brachte den heiß ersehnten Einzug ins Halbfinale.
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