7. Volleyball-EM
Sabine Grajewski, DGS-Sportdirektorin
Datum: 18. Mai 2007
7. Volleyball-Europameisterschaften der Gehörlosen
11. - 19. Mai 2007 in Kortrijk/BEL
Herren-Halbfinale: Russland – Deutschland 1:3 (24:26, 21:25, 25:9, 16:25)
Sensationeller Sieg der deutschen Herren
Bis jetzt stand es in den letzten Jahren 1:1 zwischen Russland und Deutschland im Volleyball. Im heutigen Halbfinale bewiesen die deutschen Herren die besseren Nerven und konnte mit einem 3:1 Sieg ins Finale der Volleyball-Europameisterschaften einziehen. Jeder Satz war hart umkämpft, nur der dritte Satz nicht.
Im ersten Satz ging es Kopf an Kopf, Zahn um Zahn um jeden Punkt. Die Führung ging hin und her. In der ersten technischen Auszeit führte Russland mit 8:5 und dann mit 11:7. Das deutsche Team hörte jedoch nicht auf zu kämpfen, wie es früher oft der Fall war sondern spielte sein Spiel ruhig, konsequent und sachlich weiter. Punkt für Punkt kämpften sich die Herren heran und führten mit 19:16. Aber auch die Russen gaben nicht auf und die Führung wechselte immer wieder. Zwischenzeitlich konnten sie mit 24:23 in Führung gehen, aber die stärkeren Nerven hatten die Deutschen und entschieden den Satz mit 26:24 für sich.
Das gleiche Spiel im zweiten Satz. Wieder ging es Punkt für Punkt hin und her, bis die Deutschen ihre Führung auf 16:11 ausbauen konnten. Der russische Trainer wechselte immer wieder seine Spieler aus, fand jedoch kein Mittel und der Satz ging mit 21:25 für die Russen verloren.
Im dritten Satz wandelte sich das Bild plötzlich. Die Deutschen brachen ein und verloren Punkt für Punkt. Die Russen wurden immer stärker und bekamen jeden Ball. Sofort bemerkten Trainer Stebel und Böhner, dass dieser Satz nicht mehr zu gewinnen war. Sie gönnten der ersten „6“ eine Pause und gaben den Satz mit 9:25 ab.
Im vierten Satz wiederholten sich dann zu Beginn die ersten zwei Sätze. Beide Mannschaften spielten auf sehr hohem Niveau und schenkten sich keinen Ball. Zwei, drei Fehlentscheidungen der Schiedsrichter sorgten für Aufregung auf der deutschen Bank und bei den deutschen Zuschauern. Beim Stand von 8:5 für Deutschland, erhielt Trainer Stebel die gelbe Karte, aber das konnte seine Spieler nicht aus der Ruhe bringen. Die Führung wurde nicht mehr abgegeben und der Satz mit 25:16 gewonnen. Riesenjubel nach dem Spiel auf dem Feld und auf der Tribüne.
Diese kompakte Mannschaft hat den Sieg wahrlich verdient und geht mit starker Brust in das morgige Finale gegen den Favoriten aus der Ukraine.
neuerer Bericht
älterer Bericht
Weitere Informationen auf diese Seiten:
förderer
partner & ausstatter
unterstützer
medienpartner