Internationales Vierländer-Turnier
Katja Kluttig
Datum: 20. Oktober 2007
Internationales Basketballturnier der Gehörlosen
vom 19. bis 20. Oktober 2007 in Bamberg
Damen
Litauen – Deutschland 81:51 (29:18, 12:10, 16:10, 24:13)
Zwei Viertel lang spielten die deutschen Damen gut mit. Besonders in der Anfangsphase gelang es den DGS-Spielerinnen immer wieder die stärkeren Litauerinnen mit Taktik vor Probleme zu stellen.
Nach der Halbzeitpause schlichen sich allerdings zunehmend Fehler in der Abwehr und Nachlässigkeiten ein, die dazu führten, dass das DGS-Team weit zurück fiel. Ein deutlich spürbarer Kräfteverlust besiegelte die Niederlage und im letzten Viertel waren die deutschen Damen chancenlos gegen eine scheinbar übermächtige litauische Mannschaft.
Fazit: Hoch verloren gegen einen Gegner, der nicht so viel besser war.
Ukraine – Weißrussland 63:31 (17:9, 17:11, 17:7, 12:4)
Den weißrussischen Damen erging es mit den Ukrainerinnen ähnlich wie den Deutschen mit den Litauerinnen. Anfangs schien es beinahe eine ausgeglichene Partie zu werden. Doch dann kristallisierte sich schnell das stärkere Team heraus und die Ukraine zog zunehmend davon. Am Ende ein deutlicher Sieg für die Mannschaft aus der Ukraine.
Deutschland – Ukraine 35:67 (10:23, 18:11, 7:12, 0:21)
Wieder konnten die deutschen Damen in den ersten beiden Vierteln immer wieder an den Gegner herankommen. Zur Halbzeit wurde sogar nur knapp der Ausgleich verpasst. Danach machten sich erneut Schwächen bemerkbar und im vierten Viertel kam es zum Einbruch. Mangelnde Kondition und Fehler in der Abwehr ließen die deutschen Damen weit zurück fallen.
Es war ein Spiel, das deutlich gezeigt hat, wo im Hinblick auf die EM 2008 noch Handlungsbedarf besteht.
Weißrussland – Litauen 43:79 (5:25, 10:15, 14:9, 14:30)
Schon nach wenigen Minuten war in der Partie Weißrussland gegen Litauen klar, wer die Nase vorn hatte. Mit einem Vorsprung von bereits 20 Punkten beendete Litauen das erste Viertel und konnte den Abstand bis zum Schluss sogar noch erweitern.
ERGEBNIS DAMEN:
1. Litauen
2. Ukraine
3. Deutschland
4. Weißrussland
Herren
Slowenien – Weißrussland 72:66 (11:14, 21:23, 23:15, 17:14)
Das Turnier der Herren begann am zweiten Tag mit dem Wettkampf zwischen Weißrussland und Slowenien. Die Slowenen hatten es Dreiviertel des Spiels nicht leicht gegen die die unerwartet starken Weißrussen, konnten aber in den letzten zehn Minuten das Spiel für sich entscheiden.
Litauen – Deutschland 85:67 (19:15, 21:10, 17:22, 28:20)
Um 12 Uhr trat die deutsche Mannschaft zum Wettkampf gegen die Litauer an und zeigte im Vergleich zu gestern eine deutlich bessere Leistung. Mit einer konstanten Abwehr und erhöhtem Spieltempo endete das erste Viertel für die Deutschen mit einem knappen Rückstand von 4 Punkten. Die Litauer erhöhten im zweiten Viertel Druck und Punktzahl mit einem Halbzeitergebnis von 40:25. Das Spieltempo nach der Halbzeit blieb, 28 Sekunden vor Ende des dritten Viertels hatte sich die Mannschaft den Litauern wieder auf 8 Punkte genähert, kassierte dann einen Korb und ging mit einem Rückstand von 10 Punkten in die letzten zehn Minuten.
Im letzten Viertel wurde dann Kräfte schonend für die Begegnung mit den Slowenen um 17 Uhr gespielt.
Ein Problem der Deutschen war, dass es ihnen nicht gelang, den Gegner durch gezielte Freiwürfe unter Druck zu setzen und ihre vielen Korbchancen in Treffer umzuwandeln. Trotzdem zeigte sich in dem Spiel gegen die Litauer eine eindeutige Steigerung der Gesamtleistung in der deutschen Mannschaft und das Trainerduo war zufrieden.
Litauen – Weißrussland 88:77
Eine ausgeglichene Partie lieferten sich Litauen und Weißrussland. Obwohl es zunächst so aussah, als würde Weißrussland sich durchsetzen, mobilisierten die Litauer im letzten Viertel noch einmal ihre Kräfte und gewannen mit 11 Punkten Vorsprung.
Slowenien – Deutschland 53:81
Die Begegnung zwischen den deutschen und den slowenischen Herren war wohl das spannendste Spiel im Turnier. Deutschland brachte sich sofort im ersten Viertel mit 15:10 in Führung. Durch unerwartet druckvolles Angriffsspiel und sichere Verteidigung gelang es den Deutschen den selbstsicheren Gegner so in Bedrängnis zu bringen, dass Slowenien minutenlang keinen Punkt erzielte.
Im dritten Viertel zeigte sich Slowenien kurz in alter Form und konnte sich auf 3 Punkte an Deutschland heranarbeiten. Unbeeindruckt blieben die Deutschen bei hohem Druck und Tempo und mit taktisch korrektem Spielaufbau entschieden sie auch das dritte Viertel mit einem deutlichen Vorsprung von 13 Punkten für sich. Die letzten 10 Minuten konnten die Deutschen das hohe Spielniveau immer noch halten und schlugen Slowenien überzeugend und souverän mit 81:53.
ERGEBNIS HERREN:
1. Litauen
2. Deutschland
3. Slowenien
4. Weißrussland
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