1. Futsal-WM 2007
Natascha Laier
Datum: 06. November 2007
1. Futsal-Weltmeisterschaften der Gehörlosen
vom 07. - 18. November 2007 in Sofia/BUL
Die Stimmung vor der Weltmeisterschaft
eingefangen beim Futsal-Lehrgang der Frauen in der Sportschule Hennef
Um die Zeit zu überbrücken, haben wir uns für einen Stimmungsbericht entschieden, damit alle Frauenfußball-Interessierten auf ihre Kosten kommen und nicht ständig nachsehen ob irgendwas Neues im Internet steht.
Die Nationalmannschaft befindet sich in Hennef und bereitet sich auf die kommende Weltmeisterschaft in Sofia vor. Die Lehrgänge dienen dazu, dass die Spielerinnen die Möglichkeiten bekommen, sich untereinander kennenzulernen. Nicht nur das, sondern auch die taktische und technische Schulung steht im Vordergrund. Für den Zwischenbericht haben wir unter anderem 4 alte Hasen und 2 Teilnehmerinnen der letzten Europameisterschaften befragt, wie die Stimmung in der Mannschaft ist und welche Probleme zu erwarten sind. Fakt ist, dass die Mannschaft viele neue Gesichter hat und die Devise lautet nun „11 Freunde sollt ihr sein“ in Anlehnung an das Motto „5 Freunde sollt ihr sein“. Die alten Hasen betonen immer wieder, dass es unter uns keine Konkurrenz gibt. Wichtig ist, dass jeder herausgefordert wird und seine Leistung 100% abrufen kann. Und es ist ganz sicher, dass jeder seinen Einsatz bekommt. Die alten Hasen werden natürlich gefordert sein, aufgrund des Fehlens von 3 Spielerinnen, Sabine Ziegler, Julia Müller und Kathleen Seifert (aus beruflichen Gründen abwesend). Dadurch ist die Mannschaft ein wenig gehandicapt. Dennoch versuchen die alten Hasen die Neulinge zu integrieren und an ihrer Erfahrungen teilhaben zu lassen.
Im Lehrgang werden die Spielerinnen unter der Obhut von Trainer Rolf Lischer Schritt für Schritt vorbereitet. Es ist darauf hinzuweisen, dass alle Spielerinnen sich diszipliniert verhalten. Der Grund hierfür ist einfach: Bei Zuspätkommen muss jeder, auch die Betreuer, Trainer und Offiziellen 1 Euro bezahlen. Weitere 5 min kosten jeweils 1 Euro mehr. Am Ende kommt dies der Mannschaft zugute und kann zur Finanzierung der Abschlussfeier genutzt werden.
Folgende Fragen wurden an das Quartett (Stefanie, Fatma, Natascha, Nicole) und das Duo (Heike und Sarah) gestellt:
Wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Welche Erwartungen habt ihr? Was ist euer Ziel in Sofia?
Das Quartett
O-Ton Natascha Laier: Die Stimmung in der Mannschaft ist bombastisch. Wir haben sehr viel Spaß miteinander und bei den Spielen setzt sich jeder für den anderen ein. Ich erwarte in Sofia ein kampfbetontes Spiel, da jeder uns schlagen möchte. Mein persönliches Ziel ist, dass die Null steht. Die Gegnerinnen müssen zuerst an uns vorbei kommen. Und natürlich den WM-Titel!
O-Ton Fatma Alkan: Wir sind gerade dabei miteinander zu harmonieren. Ich bin sicher, dass die Mannschaft sich auf einem guten Weg befindet. Ich erwarte, dass wir aus den Fehlern gelernt haben und in Sofia ein besseres Spiel machen werden. Ich will mit der Mannschaft den Titel holen und erfolgreich sein.
O-Ton Nicole Loeck: Ich bin viel mit alten Kolleginnen zusammen und wir biegen uns meistens vor Lachen oder fachsimpeln über den Spielverlauf. Ich erwarte, dass die Neulinge sich durchsetzen und mit uns gemeinsam kämpfen. Ich will den hörenden deutschen Frauen nacheifern und alle Gegentore verhindern. Und wie alle anderen möchte ich auch den WM-Titel.
O-Ton Stefanie Ziegler: Trotz Unsicherheiten und Missverständnissen ist die Mannschaft am Laufen und die Stimmung ist hervorragend. Es wird gescherzt und gelacht. Zu Beginn hatte ich große Erwartungen an die Mannschaft gehabt, aber jetzt müssen wir viele Ausfälle kompensieren. Ich wünsche mir keine Verletzungen und dass wir als Team den WM-Titel holen.
Das Duo
O-Ton Heike Möbius: Es wird viel gelacht und das macht die Stimmung sehr locker. Ich erwarte, dass wir uns deutlich verbessert haben und als Team auftreten. Ich will bis zum bitteren Ende spielen und mit Schweiß den Titel holen.
O-Ton Sarah Miller: Ich bin etwas überrascht, dass die Mannschaft gut miteinander auskommt. Die gute Laune wirkt ansteckend und dadurch laufen wir auch etwas motivierter durch die Gegend. Ich erwarte, dass alle in einem Boot sind und für mich ist „aufgeben“ ein Fremdwort. Ich wünsche, dass wir beim Turnier gut abschneiden und Erfolg haben.
Zum Abschluss bleibt zu sagen, dass wir uns alle über Birgitte, unsere Physiotherapeutin, über Rolf Lischer, unseren Trainer mit seinem unermüdlichen Einsatz und ganz besonders über ...
... Mary, unsere Betreuerin mit ihrem fröhlichen Auftreten freuen und nicht zu vergessen, unsere deutschen Fans, die hinter uns stehen.
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