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30. Leichtathletik-DM

F.M / S.R.
Fotos: A.Schneid
Datum: 03. April 2008
Deutsche Gehörlosen Leichathletik-Hallenmeisterschaften
am 15. März 2008 in Neubrandenburg

Die amtierende Halleneuropameisterin Jessica Urbanski aus Hagen gewinnt die Sprintstrecke 60m Lauf.
(Foto: A.Schneid)
Mit den 30. Deutschen Gehörlosen Hallenmeisterschaften 2008 in Neubrandenburg stand dieses Jahr ein Jubiläum an. Zahlreiche Ehrengäste waren gekommen und gaben dem 30. Jahrestag der Meisterschaften den würdigen Rahmen. Bei der Eröffnung hatte als erster der Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg, Dr. Paul Krüger, das Wort und begrüßte alle herzlich. Ihm schloss sich Gerd Schäfer, Vorsitzender vom Gehörlosen Sportverband Mecklenburg-Vorpommern, an. Weitere Ehrengäste waren Jürgen Becher - Präsident des Verbandes für Behinderten und Rehabilitationssport M-V, Wolfgang Waldmüller - sportpolitischer Sprecher CDU-Landtagsfraktion M-V, Irina Parkow - PDS-Fraktionsvorsitzende der Stadtvertretung Neubrandenburg, Kornelia Springstein - Behindertenbeauftragte der Stadt Neubrandenburg und Sigrid Redin - Schule, Kultur, Jugend und Sport Stadt Neubrandenburg. Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch Dr. Paul Krüger und Gerd Schäfer ergriff Verbandsfachwart Steffen Rosewig das Wort und freute sich, die erfolgreichen Medaillengewinner der Hallen-Europameisterschaft der Gehörlosen in Genua/ITA begrüßen und vorstellen zu können: Jessica Urbanski, Gold über 60m, Christoph Bischlager, Gold im Siebenkampf, Georgina Schneid, Bronze über 60m Hürden, Hanjo Klimpel Bronze im Kugelstoßen und Matthias Fischer über 60m. Bis auf zwei Teilnehmer der EM hatten sich alle Spitzensportlerinnen und -sportler für die Teilnahme an den nationalen Titelkämpfen gemeldet und stellten ihre Leistungen auf heimatlichem Boden erneut und überzeugend unter Beweis.
Insgesamt sorgte eine erfreulich große Teilnehmerzahl bei den Männern für spannende Wettkämpfe in folgenden Disziplinen; 60m, 200m, 3.000, 4x200m Staffel, Hochsprung, Weitsprung und Kugelstoßen, dazu kam 800m für die A und B Jugend sowie 1.000m für Schüler A.
Die Wettkämpfe der Frauen wurden in den Disziplinen 60m, 200m, 4x200 Staffel ausgetragen, ergänzt durch Hochsprung, Weitsprung und Kugelstoßen der A Jugend und 800m Schülerinnen A.
Die Sprintstrecken der Männer gewann Favorit Matthias Fischer haushoch und souverän, 7,16 sec – 60m und 23,15 sec – 200m. Auf der 200m-Strecke war die Silbermedaille für Christoph Bischlager mit 24,52 sec eine Überraschung für alle. Christoph Bischlager, der Halleneuropameister im Siebenkampf wurde, besticht seit Jahren durch sich stetig verbessernde Leistungen und ein Kämpferherz. Hanjo Klimpel, EM Bronzegewinner und ein großes Talent im Kugelstoßen zeigte auch in Neubrandenburg mit 12,87m sein Können und holte sich den Titel. Vier Vereine schickten eine Staffel in einen spannenden Wettkampf, in dem sich der Berliner GSV mit einem hauchdünnen Vorsprung von 22 sec. und einem Endergebnis von 1:39,48 min gegen den GSV München (1:39,70 min) durchsetzte. In den Sprungdisziplinen überzeugte im Hochsprung Mark Kotowenko mit einer Höhe von 1,83m, den Titel im Weitsprung holte sich Max Zellmer aus Potsdam mit 5,83m. Drei weitere Europameisterschaftsteilnehmer konnten ihre Leistungen bestätigen, Manuel Rapp siegte bei der A Jugend auf den Sprintstrecken – 7,62 sec auf 60m und 23,59 sec auf 200m, David Marschner holte sich mit 2:07,54 sec Gold auf 800m, Lucas Pudschun ersprang sich mit 6,13m den Titel im Weitsprung. Beim Nachwuchs in der männlichen B Jugend setzte Robin Bayer ein Ausrufezeichen und räumte die Goldmedaillen im 60m (7,73 sec) und 200m Sprint (25,48 sec) sowie in 800m Mittelstrecke (2:30,17 min) und im Weitsprung (5,49m) ab. Allgemein lagen die Leistungen der Schüler im Rahmen des Machbaren, der talentierte Alexander Biehle konnte alle Wettkämpfe der Schüler B für sich entscheiden – 60m mit 9,37 sec., Hochsprung mit 1,15m (zusammen mit Leon Giesert), Weitsprung mit 4,05m und Kugelstoßen mit 7,27m.
Die Wettkämpfe der Frauen brachten keine großen Überraschungen. Martha Dausch gewann mit 8,47 sec über 60m, Annette Schulze mit 27,75 sec über 200m, die Staffel ging an den Berliner GSV mit M. Simon, V. Scheuerer, A. Schulze und E. Köster. Mehr Disziplinen gab es bei der A Jugend. Georgina Schneid dominierte wie erwartet die meisten der Wettkämpfe – 60m mit 8,47 sec, 200m mit 28,80 sec, Weitsprung mit 4,57m. Jessica Urbanski rannte mit 8,01 sec über 60m wieder einmal nicht nur die Schülerinnen in Grund und Boden, sondern auch alle weiteren Altersklassen bis hoch zu den Frauen Die junge Hallen-Europameisterin zeigte erneut, dass sie keine Eintagsfliege und die größte Hoffnung der Deutschen ist und bleibt. Sie führte auch in anderen Wettbewerben mit normalen Zeiten und Weiten – Weitsprung mit 4,96m, Kugelstoßen mit 9,74m. Einen weiteren Titel über 800m holte Veronika Scheuerer, die bei der EM in Italien ebenfalls ihr Debüt gegeben hatte, mit 2:41,38 min.
Nach den Wettkämpfen fand in dem benachbarten Restaurant ein geselliges Beisammensein statt, bei dem Ehrenpreise an den besten Athleten aus den Schülerwettkämpfen vergeben wurden:
Alexander Biehle vom GSBV Halle (Schüler B)
> Jessica Urbanski vom GSG Hagen (Schülerin A)
Marcus Seeburger vom GSV Heilbronn (Schüler A)
Die Leichtathletiksparte dankt den Ausrichtern für die perfekte Organisation der Meisterschaften und deren reibungslosen Verlauf. Der Dank gilt auch der AOK für ihr Sponsoring und den Ehrengästen für ihr zahlreiches Kommen.
Von den Medien wurde die Veranstaltung vom Nordkurier Neubrandenburg, Ostseezeitung M-V und NDR-Radio begleitet.


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