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Mitgliederstatistik 2016 des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes

Entwicklung der Mitgliederzahlen
Die Gesamtzahl der Mitglieder hat sich von 8272 um 128 auf 8144 (-1,55%) verringert. Während Berlin-Brandenburg mit plus 25 auf 237 und Rheinland-Pfalz mit plus 23 auf 303 sich über einen Zuwachs freuen können, haben Nordrhein-Westfalen mit minus 56 auf 1692 und Baden Württemberg mit minus 52 auf 1442 zahlenmäßig den meisten Rückgang zu verzeichnen, wobei Bremen prozentual einen stärkeren Zuwachs (+18,5%) und Saarland und Mecklenburg-Vorpommern einen stärkeren Rückgang (-15,6% bzw. -14,1%) zu vermelden haben. Die Zahl der Vereine hat sich gegenüber 2015 um 2 auf 135 erhöht. (siehe Tabelle 1)

Größte Vereine
GSV Karlsruhe behauptet trotz Rückgang der Mitgliederzahl um 6 auf 491 den 1. Platz. Dann folgen GBF München mit 359 (+14) als Zweiter und Hamburger GSV mit 304 Mitgliedern (-19) als Dritter. Auf den nächsten Plätzen hat GSV Braunschweig mit 301 (+3) GSV München mit 300 (-16),knapp überholt. GTSV Essen hat mit 288 (+23) Mitgliedern den meisten Zuwachs. (siehe Tabelle 2)

Sportjugend
Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der Vereine mit mehr als 50 Jugendlichen um zwei erhöht. Mit einem hohen Zuwachs um 73 auf 240 Jugendlichen führt GSV Karlsruhe die Liste. Mit 106 (+15) rückt GTSV Essen vom 4. auf den 2. Platz vor, Während GBF München mit 99 (+6) und GSV München mit 95 (-6) die nächsten Plätze belegen, gibt es bei GSV Braunschweig weiterhin Zuwachs mit 88 (+3) Jugendliche. GSV Düsseldorf und GSC Frankenthal sind mit +54 bzw. +53 Jugendliche in der Liste neu aufgeführt. (siehe Tabelle 3)

Sportarten
Bei den Sportarten ist im Durchschnitt eine positive Mitgliederentwicklung zu erkennen (1,8%). Während Dart, Handball, Motorsport, Radsport, Schach, Schießsport und Tischtennis eine nennenswerte positive Entwicklung verzeichnen können, haben Badminton, Schach, Schwimmen, Wintersport und insbesondere Kegeln Classic einen Rückgang zu verkraften. Triathlon ist als Sparte neu hinzugekommen. Kegeln Bohle und Kegeln Schere sind nach Auflösung der Sparten nun unter sonstige Sportarten zu finden. Allgemeine sportliche Ausübungen sind in der Zeile „Freizeit- und Breitensport“ zu finden. In der Zeile „Sonstige Sportarten“ sind alle anderen Sportarten zusammengefasst, wie Kinder- u. Jugendsport, Curling (neu), Gesundheitssport, Gymnastik, Schul-, Senioren- und Tauchsport usw. (siehe Tabelle 4)

Zusammenfassung
Trotz Anpassung der Struktur im DGS, die in 2015 umgesetzt wurde, hatte sich noch keine „Verbesserung“ der Mitgliederentwicklung bemerkbar gemacht. Seit dem Höhepunkt in 1996 mit 12742 Mitgliedern ist es jetzt nur noch knapp über 8100, die in den Sportvereinen organisiert sind. Allein auf die demografische Entwicklung zu verweisen, dürfte nur zum Teil stimmen. Als Ursache des an für sich bedrohlichen Mitgliederrückganges könnte die zu starke Fokussierung auf den Leistungssport vermutet werden, während der eigentliche Gehörlosensport, welcher früher für zahlreiche Teilnahmen an Wettkämpfen und volle Kameradschaftsabende sorgte, kaum mehr weiterentwickelt wurde. Eine Rückbesinnung auf die Sportangebote für alle, d.h. mehr für die breite Masse zu tun, könnte helfen, die Zukunft und die Eigenständigkeit des Gehörlosensports vielleicht zu erhalten. In der DGZ vom März 2016, Seite 37 ist dazu ein interessanter Artikel aus Bayern „Am Ball bleiben!“ zu lesen, der deutlich aufzeigt, wohin der Trend gehen kann. Das soll uns zum Nachdenken anregen.

Reinhold Lorenz, DGS-Referent, Weyhe, 06.06.2016

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