8. Volleyball-EM 2011
Sabine Grajewski, DGS-Sportdirektorin
Datum: 20. Mai 2011
8. Volleyball-Europameisterschaften der Damen und Herren
12. – 21. Mai 2011 Antalya / Türkei
Historischer Sieg der Herren über Italien
GER-ITA 3:2 (18-25, 25-14, 25-16, 13-25, 15-10)
Noch nie in der Geschichte des Gehörlosenvolleyballs konnte ein deutsches Team die Italiener schlagen. Die amtierenden Vize-Europameister haben es aber geschafft, wenn auch mit viel Nerven.
Überzeugt von der eigenen Stärke gingen die Deutschen in das Spiel und führten bis zum 10-10 immer mit ein oder zwei Punkten. Dann übernahmen die Italiener die Regie und zogen Punkt für Punkt davon. Das Aufschlagspiel funktionierte genauso wenig wie der Block und beide Zuspieler konnten nicht überzeugen. Mit 18-25 musste sich das deutsche Team geschlagen geben. Der zweite Satz gestaltete sich bis zum 5-5 ausgeglichen, doch diesmal waren es die Deutschen, die mit sechs Punkten davonzogen, als Jochen Baisch zum Aufschlag kam.
Kontinuierlich baute die Mannschaft die Führung aus, brachte den Satz mit 25-14 nach Hause und glich zum 1-1 aus. Auch der zweite Satz ging dann ganz souverän an die Deutschen und kaum jemand zweifelte mehr an diesem ersten Sieg gegen Italien. Umso unverständlicher kam dann der kollektive Einbruch im vierten Satz, den Trainer Stebel beim Stand von 11-18 wegschenken musste.
Im entscheidenden fünften Satz war Tobias Franz der Matchwinner mit seinen sicheren Aufschlägen. Bis zum 9-9 wechselte die Führung, denn beide Teams fighteten bis zum Letzten, doch die 15 erreichte das DGS Team zuerst und damit den Sieg. Am 20.05. spielt Deutschland um 15:00 Uhr im Halbfinale gegen Russland.
Weitere Ergebnisse im Viertelfinale:
UKR-FRA 3:0, POL-TUR 1:3, BLR-RUS 0:3
Deutscher Damen-Perspektivkader verkauft sich im Viertelfinale teuer
GER-BLR 0:3 (20-25, 20-25, 19-25)
Den Traum von einer Medaille mussten die deutschen Damen heute aufgeben, aber damit hatte auch niemand gerechnet. Der DGS kann sich glücklich schätzen, ein solches Team für die Zukunft aufzubauen. Verlässliche Kämpferinnen und Motivationskünstlerinnen wie Sabine Flohr und Doris Bednarek dazu die 15-Jährige Zuspielerin Nelly Steinbach, die ihre Sache hier bisher so gut gemacht hat und eine sehr gute Libera Inga Ragutt machen Hoffnung für die nächsten Jahre.
Und natürlich der Kampfgeist im gesamten Team, der sich besonders im zweiten Satz beim Rückstand von 11-19 zeigte, als die Damen noch auf 17-19 herankamen. Es war dann die Erfahrung und Cleverness des Gegners, die Spiel entscheidend waren. Die Weißrussinnen machen kaum eigene Fehler, schlagen brutal gut auf und warten nur auf die Fehler des Gegners. Trotz des 0:2 Rückstandes kämpften die Deutschen weiter, lagen schon 5-10 im dritten Satz zurück, kämpften sich auf 15-16 heran, waren aber am Ende der Aufgabe nicht gewachsen. Zu viele Dankebälle wurden einfach verschenkt.
Die Damen spielen nun um die Plätze 5-8, am Freitag schon um 09:30 Uhr voraussichtlich gegen die Niederlande.
RUS-POL 3:2, TUR-ITA 0:3, NED-UKR (morgen)
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