Abschied von Ronald-Oliver Krieg
Text: Silke Tibor/Sabine Pescha/Anne Köster
Bild: Niklas & Johannes Bildhauer
Datum: 27. November 2007
Ein emotionaler Abschied für Ronald-Oliver Krieg
Beim diesjährigen Dresse & Maere Tennis Cup 2007 in München spielte der erfolgreiche Tennisspieler Ronald-Oliver Krieg letztmalig für die deutsche Nationalmannschaft und gab am letzten Spieltag seinen Abschied aus dem internationalen Tennisleben bekannt. Er gehörte seit 1987 der DGS Nationalmannschaft an und war über 15 Jahre lang die Nr. 1 der Weltrangliste der gehörlosen Tenniselite.
Um diese Treue zum Verband und zum Sport entsprechend zu würdigen, fand im Rahmen eines Kaderlehrgangs im Weingut Lunnebach in Koblenz-Güls am Abend des 3. Novembers 2007 eine Abschiedsfeier mit zahlreichen Besuchern statt.
Bevor das Buffet mit verschiedenen kulinarischen Genüssen und dem ausgezeichneten Wein des Hauses eröffnet wurde, begrüßte Verbandsfachwart Johannes Bildhauer die Gäste. Generalsekretär Winfried Wiencek war als Vertreter für das Präsidium zusammen mit Sekretärin Anne Köster aus der Geschäftstelle in Essen angereist, der Verein ‚Gehörlose Bergfreunde München e.V.’, örtlicher Ausrichter des Dresse & Maere Tennis Cups 2007 war vertreten durch Tobias Burz, Henning Egge und Jürgen Grundmann. Zum Bedauern aller konnte der langjährige Trainer von Ronald, Peter Mende, aus Krankheitsgründen nicht teilnehmen, wurde aber von seinem Trainerkollegen Dr. Frank Mollenkopf würdig vertreten.
Johannes Bildhauer berichtete vom Dresse & Maere Tennis Cups 2007 in München und bedankte sich für den reibungslosen Verlauf, die hervorragende Organisation und die erfolgreiche Zusammenarbeit bei den Vertretern des örtlichen Ausrichtervereins und den Vertretern des Verbandes und der Geschäftsstelle in Essen. Er dankte Dr. Frank Mollenkopf für seine hervorragende Trainerarbeit und den Sportlern für ihr Engagement und ihren Erfolg – 2. Platz für die Damen, 3. Platz für die Herren.
Nach der Eröffnung und dem Gang zum Buffet begann die offizielle Verabschiedung von Ronald Oliver Krieg moderiert von Tennis Ranglistenwartin Silke Tibor. Sein langjähriger Doppelpartner und Freund Gunnar Kett hatte eine Präsentation über Ronalds Tenniskarriere vorbereitet und dankte ihm im Anschluss für die vielen gemeinsamen Erfolge. Ronalds Frau Sonja Krieg berichtete von ihrem Leben an der Seite des Sportler, wie er 1997 in Kopenhagen während der Weltspiele vor versammeltem Publikum um ihre Hand angehalten hatte und wie sie ihn bei seinen Erfolgen und Niederlagen begleitet hatte. Nun freut sie sich auf einen neuen Lebensabschnitt mit ihm und ihren beiden gemeinsamen Töchtern. Auch Tobias Burz hatte mit Ronald im Doppel Erfolge errungen und bedankte sich, Mannschaftskollege Thorsten Vonthein erinnerte an die Anfänge ihrer gemeinsamen Zeit in der Nationalmannschaft, DGS Tennisjugendwart Jürgen Grundmann gab seiner Hoffnung Ausdruck, Ronald in Zukunft bei der Jugendförderung wieder zu sehen und DGS Generalsekretär Winfried Wiencek schloss die offiziellen Reden mit einem Dank für die Treue zum Verband und für die vielen Erfolge, die der DGS durch Ronalds hochrangige sportliche Leistung für Deutschland verbuchen konnte.
Trainer Dr. Frank Mollenkopf schloss sich Jürgen Grundmanns Hoffnung an, dass Ronald sein Talent bei zukünftiger Trainertätigkeit nutzen würde und dankte ihm für die langen Jahre der guten Zusammenarbeit auch im Namen von Trainer Peter Mende. Nach einer Idee von Sonja Krieg hatte Mannschaftskollegin und Mediendesignerin Tatjana Hebing ein Bild gestaltet, dass Ronald als Abschiedsgeschenk von seiner Mannschaft überreicht wurde.
Zum Abschluss bedankte sich Ronald Krieg bei den Gästen für die eindrucksvolle Abschiedsfeier und versprach, sowohl die Feier als auch seine Mannschaftskollegen, Trainer, Freunde und Betreuer immer in guter Erinnerung zu behalten. Es war eine bewegende Feier, die allen unter die Haut ging. Wir bedauern sehr, dass Ronald Krieg nicht mehr auf der internationalen Tennisebene spielen wird, aber wir sind mit ihm in einer Meinung: ‚Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist!’ Also bleibt uns nur zu sagen, dass wir alle Ronald und seiner Familie nur das Beste für ihren Lebensweg wünschen und dass wir alle die Hoffnung hegen, ihn bald als Trainer in unseren Reihen wieder zu finden.
Einige Auszüge von Ronald-Oliver Kriegs Rede:
„ …Der Abschied von der Nationalmannschaft war für mich nicht leicht und mein Wunsch war, mich als Weltmeister zu verabschieden... Fast 20 Jahre im Nationalkader... es war eine schöne Zeit, mit Euch zusammen zu sein... Mit meinem Freund und langjährigen Doppelpartner Gunnar Kett habe ich viele tolle Titel für Deutschland geholt. Er muss leider einen neuen Partner suchen! ...Meinem Ziehvater Peter Mende, der schon länger als ich in der Nationalmannschaft ist, habe ich viel zu verdanken, Dank auch an Dr. Frank Mollenkopf und natürlich auch an Johannes Bildhauer...“
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