EuroDeaf 2015 GER - ITA
Text: Reinhard Brandt, Fotos: Peter Schöler / Anton Schneid
Datum: 18. Juni 2015
Gerechtes Unentschieden – Deutschland gegen Italien 0:0
In einem intensiv geführten Spiel zweier großer Fußballnationen trennten sich Deutschland und Italien im zweiten Gruppenspiel der Gruppe A mit einem gerechten 0:0 unentschieden. Die Partie bot nur wenig Höhepunkte vor den Toren, beide Abwehrreihen standen sicher und ließen nur wenig echte Torchancen zu. EM-Gastgeber Deutschland hat somit vor dem letzten Spiel der Gruppenphase eine hervorragende Ausgangsposition für den Einzug ins Viertelfinale, während Italien gegen Schweden unbedingt gewinnen muss.
Zweikampf von Stefano Bragaglia, ITA (8) und Robin Bayer, GER (12)
Das Spiel bot eigentlich über die gesamten 90 Minuten das gleiche Bild: Deutschland mit mehr Ballbesitz, Italien gefährlich bei schnellen Kontern. Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld, wirkliche Torchancen ergaben sich nur selten. Auf deutscher Seite kam Kevin Bayer in der 13 Minute frei zum Schuss. Marco Fabbri hielt aber sicher. Auf der anderen Seite verkürzte Christian Bölker bei einer Großchance von Cigna geschickt den Winkel. Beide Torhüter verdienten sich über das gesamte Spiel Bestnoten und vereitelten die wenigen Großchancen sicher.
Gleich zu Beginn der 2. Hälfte waren wieder die Deutschen am Zug: Nach Vorlage von Arion Tola zieht Tobias Berg aus halbrechter Position sehr schön ab und verpasst das Führungstor nur knapp. Eine weitere Chance für Deutschland ergibt sich nach einer Stunde Spielzeit als Robin Bayer scharf von rechts abzieht, Saighani den Abpraller aus spitzem Winkel jedoch nicht verwerten kann.
Aber auch die Italiener hatten ihre Chancen. Dabei tat sich besonders der quirlige, technisch starke Luigi Cigna hervor, Christian Bölker im deutschen Tor hielt seinen Kasten jedoch sauber.
Deutschlands letzte große Chance ergab sich nach einer schönen Kombination durch die Mitte, initiiert von Stefan Markolf, dessen Pass Benjamin Christ direkt auf Robin Bayer weiterleitet, der aber am ebenfalls stark agierenden italienischen Torhüter Fabbri scheitert.
Alles in allem haben die Zuschauer ein an spektakulären Torszenen eher armes, aber gerechtes Unentschieden gesehen. Deutschland dürfte der Einzug ins Viertelfinale nicht mehr zu nehmen sein. Selbst bei einer nicht zu erwartenden Niederlage mit zwei Toren Unterschied gegen Griechenland bliebe man aufgrund der besseren Tordifferenz vor den Griechen und könnte nur entweder von Schweden oder Italien auf Rang zwei verwiesen werden.
Die Aufstellungen:
Deutschland: Bölker; Jukovskiy, M. Christ, Fischer; Tola (71. Markolf), Saighani, Zapf, K. Bayer; Berg; R. Bayer, B. Christ
Italien: Fabbri; Bongiorni, Brunettini, Luppi, Scotton; Bragaglia (62. Zollo), Grippo, Mannari, Candello; Convito (74. Moramarco), Cigna
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