EuroDeaf 2015 - 2. Spieltag der Frauen-EM Deutschland -Russland
Text: Reinhard Brandt, Fotos: Peter Schöler
Datum: 20. Juni 2015
Klares 5:0 für Titelverteidiger Russland
Die russische Mannschaft bewies auch im 2. Spiel der EuroDeaf 2015 gegen Gastgeber Deutschland ihre Vormachtstellung im internationalen Frauenfußball der Gehörlosen, wobei die deutschen Frauen phasenweise durchaus mithalten konnten. Klar überlegen war Russland vor allem in den Punkten präziser Spielaufbau und Chancenverwertung.
In den ersten zehn Minuten schienen beide Teams noch gleichwertig zu sein. Beide versteckten sich nicht, sondern suchten den Weg nach vorne, auf beiden Seiten ergab sich jeweils eine erste kleine Chance. In der 13. Minute wurden die deutschen Frauen jedoch kalt erwischt. Eine flach hereingetretene Ecke erreichte Elena Tolstova, die aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben brauchte. Auch danach hielt die deutsche Mannschaft durchaus gut mit, der Spielaufbau allerdings war einfach zu ideenlos. Zumeist versuchte es Laura Möller mit langen Bällen auf Stefanie Krausen auf der rechten Seite, die in der Regel problemlos von der russischen Abwehr geklärt wurden. Anders die Russinnen. Sie kamen auch nicht oft vor das deutsche Tor, aber wenn, dann wurde es gefährlich. So erhöhte Irina Degtyareva nach einem Missverständnis in der deutschen Abwehr auf 2:0. Kurz vor der Pause fiel dann das 3:0 als erneut Tolstova eine Flanke von rechts sicher verwandelte.
Melissa Gracic GER (10)
Gleich zu Beginn der 2. Hälfte bewiesen die Russinnen erneut ihre technische Überlegenheit. Degtyareva spielte Svetlana Gagarina wunderschön frei, die hatte dann keine Probleme, auf 4:0 zu erhöhen. Die deutschen Frauen bemühten sich weiter redlich und kamen durch einen schönen Freistoß von Bovermann und durch Melissa Gracic, die im letzten Moment von der russischen Abwehr abgedrängt wurde, wenigstens zu kleinen Chancen, im Endeffekt waren die Versuche aber allesamt zu harmlos. In der 57. Minute dann ein Abstaubertor durch Bolshakova zum 5:0.
Die Schlussphase der Begegnung verlief weitgehend ohne Tempo. Den Pässen der Deutschen fehlte es weiterhin an Präzision, die russischen Frauen ließen es langsam angehen, ihr Torhunger war offensichtlich gestillt. So kam es in der letzten halben Stunde zu keinen weiteren Höhepunkten.
Am kommenden Montag trifft Russland auf Polen, während Deutschland gegen Großbritannien antreten muss. Mit einem nach den bisherigen Begegnungen durchaus wahrscheinlichen Sieg, können die Deutschen vermeiden, schon im Halbfinale erneut auf die übermächtig scheinenden Russinnen zu treffen.
Die Aufstellungen:
Deutschland: Gebhard; Toma, Rerich, Alkan, Alfes; Möller, Bovermann; Krausen, Broedner, Öfele; Gracic
Russland: Mikhaylova, Antonova, Manizhai, Kozhevnikova, Bolshakova, Gagarina, Tolstova, Nazina, Degtyareva, Ivanova, Lapinskaya
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