1. Tennis Weltmeisterschaften der Gehörlosen 19. – 26.07.2015 in Nottingham/GBR
Text: Anne Köster, Fotos: Peter Fiebiger
Datum: 20. Juli 2015

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DGS Delegation in Nottingham
Mit den 1. Tennis Weltmeisterschaften der Gehörlosen in Nottingham/GBR vom 20. bis 26.07.2015 hat das ICSD eine Punktlandung geschafft. Das zeigen die hohen Meldezahlen für dieses Turnier. 45 Herren, eine Meldezahl, die selbst die Meldungen für die letzten Deaflympics 2013 in Sofia in den Schatten stellt und 27 Damen. Das bedeutet auch unbekannte Gesichter und möglicherweise überraschende Talente, ganz neu darunter sind Spielerinnen und Spieler aus der Ukraine.
ICSD Vizepräsident Chen Khan aus Taiwan eröffnet die Tennis-Weltmeisterschaften
Die männliche Tennis Weltspitze fährt wie gewohnt mit harten Geschützen auf; Titelverteidiger Mikael Laurent und Kollege Vincent Novelli aus Frankreich, der Österreicher Mario Kargl ist zurück und spielt an der Seite von Robert Gravogl sicher eine Rolle in der Platzverteilung, Vizeeuropameister Gabor Mathe aus Ungarn und auch der Brite Lewis Fletcher werden zusammen mit der deutschen Herrenelite Urs Breitenberger, Hans Tödter und Sebastian Schäffer für einen hochklassigen Wettkampf sorgen.
Kommt Deutschlands Nummer 1 Breitenberger in den Vorrunden an seinen Gegnern vorbei, was zu erwarten ist, trifft er im Viertelfinale auf Deaflympicsieger Mathe, einen ihm gleichwertigen, technisch erstklassigen Spieler, den zu schlagen eine große Herausforderung sein wird. Ein ähnlich harter und ebenfalls gleichwertiger Gegner wartet mit Kargl schon im Achtelfinale auf Tödter, hier träfen zwei Spieler aufeinander, die sich vor allem durch ein ungemein kraftvolles Spiel auszeichnen. Schäffer hat das Los mit dem französischen Löwen Laurent als voraussichtlichen Viertelfinalgegner hart getroffen, er wird viel Mut und auch ein Quäntchen Glück brauchen, um den Giganten im Gehörlosentennis zu schlagen, aber auch im Tennis sind Sensationen möglich und es gäbe ein deutsch/deutsches Halbfinale.
Im Damenturnier starten die an 1 gesetzte Deutsche Heike Albrecht und Doppelpartnerin Verena Fleckenstein in einem spannenden Turnier, Chui Mai Ho aus Taiwan und die Spanierin Beatriz Villamandos-Lorenzo sowie talentierte Spielerinnen wie Bethany Brookes, die in Groß Britannien ein Heimspiel hat oder die russische Nummer 1 Anastasia Chumak sind nicht zu unterschätzende Gegnerinnen auf dem Weg zum Titel. Heike Albrecht – die unumstrittene Nummer 1 im Gehörlosen internationalen Damentennis – hat lösbare Aufgaben bis zum Endspiel. Doppelpartnerin Verena Fleckenstein dagegen wird sich spätestens im Viertelfinale gegen die Nummer 2 der Weltrangliste Ho durchsetzen müssen, deren eigenwilliger Spielstil der Deutschen durchaus Gelegenheit gibt, ins Halbfinale gegen die spielstarke Villamandos-Lorenzo einzuziehen, wenn sie sich entsprechend darauf einstellt.
Im Doppel sieht es mit dem Einzug der deutschen Paarung Breitenberger/Tödter vielversprechend aus, ein Finale gegen die Franzosen Laurent/Novelli könnte zu einer Revanche für das verlorenen Doppel im Dresse Cup 2014 in Tennessee und eine schöne Wiederholung aus Sofia 2013 werden. Ganz so angenehm hat es die Auslosung den deutschen Damen nicht gemacht, sie haben mit Chapman/Hangstefer aus den USA eine gefährliche Paarung im Viertelfinale vor sich, die sie 2013 in Sofia um den Einzug ins Finale gebracht hatte.
Die Karten in den gemischten Doppelmatches sind bunt gemischt, noch ist es nicht gelungen, die Mixed Paarung Albrecht/Breitenberger vom Thron zu stoßen, seit ihrem ersten gemeinsamen Spiel auf internationalem Tennisparkett sind sie ungeschlagen.
Die deutschen Teilnehmer beim Einmarsch
Wir wünschen unseren Spielerinnen und Spielern und ihren Trainern sowie Betreuern den größtmöglichen Erfolg bei dieser Veranstaltung! Die Rahmenbedingungen für diese Spitzenveranstaltung im Gehörlosentennis sind gut. In Nottingham versteht es der ausrichtende britische Tennisverband logistische Voraussetzungen und geballte Manpower zu einem inklusiven Großevent zu nutzen und dennoch die spezifischen Anforderungen der unterschiedlichen Teilnehmerfelder zu berücksichtigen und ihnen gerecht zu werden.
Frauen: Heike Albrecht (GSV Neuwied), Verena Fleckenstein (GSTV Frankfurt)
Männer: Hans Tödter (GBF München), Urs Breitenberger (GSV Neuwied), Sebastian Schäffer (GBF München)
Betreuerstab: Peter Fiebiger (Delegationsleitung), Torsten Vonthein, Ronald-Oliver Krieg (Trainerteam), Johannes Bildhauer (Mannschaftsbetreuung), Sarah Paape (med. Betreuung)
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