1. Tennis Weltmeisterschaften der Gehörlosen 19. – 26.07.2015 in Nottingham/GBR
Text: Peter Fiebiger, Vizepräsident Öffentlichkeitsarbeit, Fotos: Peter Fiebiger, Johannes Bildhauer
Datum: 22. Juli 2015
Prithvi Sekhar (IND) vs. Urs Breitenberger (6) (GER) 4 - 6, 2 - 6
Eine durchschnittliche Leistung reichte Urs Breitenberger zum Sieg über den Inder Sekhar. Der Inder hatte sich gut auf Breitenberger eingestellt und konnte ihm im 1. Satz immer wieder Paroli bieten. Beide bevorzugten das Spiel von der Grundlinie, wobei Breitenberger das variablere Spiel zeigte. Erst im 2. Satz konnte sich der Deutsche besser auf den Inder einstellen und schnell ein Break holen. Damit steht Breitenberger jetzt im Viertelfinale und trifft auf den Deaflympicsieger Garbor Mathe. Um hier bestehen zu können muss sich Breitenberger noch erheblich steigern und ein aggressiveres Spiel zeigen.
Am Ende der Gewinner, Urs Breitenberger
Sebastian Schäffer (7) (GER) vs. Peter Willcox (12) (GBR) 6 -1, 6 - 4
Sehr konzentriert und sicher spielte Sebastian Schäffer im 1. Satz gegen den Briten Peter Willcox. Schäffer spielte zum ersten Mal gegen Willcox und löste souverän sein Ticket für das Viertelfinale. Gleich zu Beginn des 1. Satzes konnte Schäffer Willcox den Aufschlag abnehmen. Trotz des klaren 6-1 war es ein sehr enges Spiel, wobei es mehrfach zum Einstand kam und der Vorteil wechselte. Schäffer gelangen dabei die Big Points. Auch im 2. Satz blieb es spannend und ausgeglichen mit positiven Ausgang für den Deutschen. Trainer Vonthein war sehr zufrieden, weil Schäffer genau seine Marschrute eingehalten hat. Vonthein: „Sebi hat heute alles richtig gemacht.“ Im Viertelfinale kommt es nun zu der Begegnung mit dem Franzosen Mikael Laurent.
Voller Elan, Sebastian Schäffer
Mario Kargl (5) (AUT) vs. Hans Tödter (10) (GER) 6 - 0, 6 - 2
Einen ganz schwachen Tag hatte Hans Tödter bei seinem Match gegen den Österreicher Mario Kargl erwischt. Von der Papierform her hätte es eigentlich ein enges Spiel, mit spielerischen Vorteil für Kargl werden können, aber schon in den ersten Spielen zeigte sich, dass Tödter heute nichts reißen kann. Der erste Satz ging dann auch klar an den Österreicher. Erst im 2. Satz, bis zum 2-2, konnte Hans Tödter das Spiel ausgeglichen gestalten. Dann verlor er wieder den Faden und gab das Spiel wieder in die Hand von Kargl. Zu klar beherrschte der Österreicher den Deutschen, wobei auch Hans Tödter mit vielen Fehlern zur Niederlage beitrug.
Hans Tödter
Heike Albrecht/Verena Fleckenstein (4) (GER) vs. Valerie Copenhagen/Phoebe Suthers (GBR) 6 - 0, 6 - 3
Heute endlich gab es das Aufeinandertreffen mit der 12jährigen Britin Phoebe Suthers, die mit ihrer Doppelpartnerin Valerie Copenhagen eine schier aussichtslose Aufgabe gegen Heike Albrecht und Verena Fleckenstein zu lösen hatte. Schon gestern hatte die Britin Copenhagen eine Kostprobe von der Spielweise Heike Albrechts bekommen. Ganze zwei Punkte holten die Britinnen in dem knapp 15minütigen 1. Satz. Im Gefühl des sicheren Erfolges schlichen sich plötzlich zu Beginn des 2. Satzes Nachlässigkeiten bei den deutschen Damen ein. Verena Fleckenstein verlor ihr Aufschlagspiel und die 12jährige Suthers brachte auch ihren Aufschlag durch, schon stand es 0-2 gegen die Deutschen. Erst Heike Albrecht brachte das deutsche Duo mit ihrem Aufschlag wieder auf die Erfolgsspur. Die Sicherheit war wieder da und somit hatten die Britinnen wieder die Probleme. Als nächste Gegnerinnen warten die an 1 gesetzten Laura Chapman und Emilie Hangstefer, an denen sie im Halbfinale der Deaflympics 2013 in Sofia noch gescheitert sind. Eine Chance zur Revanche.
Siegreiches Damen Doppel mit Heike Albrecht beim Aufschlag
Urs Breitenberger/Heike Albrecht (1) (GER) vs. Pr. Dasharatha Hamsabhavi/Nishtha Dudeja (IND) 6 - 2, 6 - 1
Nachdem bis zum Mittag alle Spiele auf den Außenplätzen stattfinden konnten, setzte in der Mittagspause ein heftiger Regenschauer ein, der die Organisatoren zwang alle weiteren Spiele in die Halle zu verlegen. Immerhin standen 6 Hallenplätze zur Verfügung, die für keinen Zeitverzug sorgten. Nur die Bedingungen in der Halle waren schlechter. Das galt aber für alle.
Ein bis zwei Nummern zu groß für das indische Mixed waren Urs Breitenberger und Heike Albrecht. Nach Belieben kontrollierten die Deaflympicssieger von 2013 und Europameister 2012 das indische Paar. Ein paar Nachlässigkeiten bescherten dem Gegner auch ein paar Spiele. Trainer Krieg war hoch zufrieden. Der nächste Gegner heißt Jack Clifton/Bethany Brookes.
Ein entspanntes Mixed, Heike Albrecht und Urs Breitenberger
Samuel Kirk/Amanda Wu (USA) vs Sebastian Schäffer/Verena Fleckenstein (2) (GER) 3 - 6, 6 - 3, 4 - 10 (Champions Tiebreak)
Ein spannendes Spiel auf Augenhöhe, mit einem glücklichen Ausgang für das deutsche Mixed mit Verena Fleckenstein und Sebastian Schäffer, sahen die wenigen, aber insbesondere aus Amerikaner und Deutschen bestehenden Zuschauer. Da das Spiel in der Halle stattfand, gab es nicht genug Plätze zum Zuschauen.
Ein Spiel, das überwiegend aus Breaks und Re-Breaks bestand. Schon gleich zu Beginn nahm man den Amerikanern den Aufschlag ab. Bis zum 2-2 konnte sich kein Paar einen entscheidenden Vorteil erarbeiten. Kaum hatte ein Team ein Break geschafft und hätte mit eigenen Aufschlag davon ziehen können, so vergab es auch wieder die Chance. Erst im 6. Spiel waren Verena Fleckenstein und Sebastian Schäffer wacher und zogen auf 4-2 davon. Danach passierte nichts mehr und am Ende des 1. Satzes stand es mit 6-3, 1:0 für die Deutschen. Der 2. Satz war ein Spiegelbild des 1. Satzes nur mit umgekehrten Ausgang. Schnell führten die Amerikaner mit 3-0. Danach wurde das Spiel ausgeglichener, aber rumreißen konnten Fleckenstein/Schäffer das Ruder nicht mehr. Der Champions Tiebreak (bis 10) musste entscheiden.
Ob die längere Diskussion mit der Schiedsrichterin über die Ausführung des Tiebreaks den Amerikanern geschadet hat, kann man nicht sagen, aber sie lagen schnell mit 0-4 hinten. Ein Rückstand, den sie nicht mehr aufholen konnten. Über ein 8-2 gelangten die Deutschen zu einem glücklichen Sieg.
Im Viertelfinale sind die Franzosen Vincent Novelli und Marine Beney ihre nächsten Gegner.
Freude bei Verena Fleckenstein und Sebastian Schäffer
Ab Donnerstag startet dann auch das Teilnehmerfeld der Jugend. Einziger Teilnehmer aus Deutschland ist Johannes Behr, der mit seinen Eltern auf eigene Kosten angereist ist. Sein Auftaktgegner im Einzel wird der Russe Sergey Likharev sein. Weiterhin wird Johannes Behr mit Rotem Ashkenazy aus Israel im Mixed antreten.
Johannes Behr
neuerer Bericht
älterer Bericht
Weitere Informationen auf diese Seiten:
förderer
partner & ausstatter
unterstützer
medienpartner