13. Tischtennis-EM in Österreich
Text: Reinhard Brandt
Datum: 08. September 2015
Ernüchternder Start für das DGS-Team
Am ersten Wettkampftag der Tischtennis-Europameisterschaften der Gehörlosen standen traditionell die Mannschaftswettbewerbe auf dem Programm. Dabei gelang sowohl den deutschen Herren als auch den Damen ein eher durchwachsener Start.
Das deutsche Tischtennis-Team
Zunächst lief alles wie erwartet. Mark Mechau, Thomas Bähr und Sebastian Schölzel schlugen ihre bulgarischen Gegner klar mit 3:0 bei nur einem Satzverlust. Eine faustdicke Überraschung gelang dann der überraschend stark aufspielenden belgischen Mannschaft – im internationalen Gehörlosentischtennis ein eher unbeschriebenes Blatt -, die Deutschland mit 3:1 schlagen konnte und als Gruppenzweiter ins Viertelfinale einzog.
Für die deutschen Herren bedeutete diese Niederlage aber noch nicht das Ende aller Hoffnungen. Das dritte Gruppenspiel gegen die Ukraine musste die Entscheidung bringen. Auch dieses ging mit 1:3 verloren, wobei Mark Mechau der Ehrenpunkt für Deutschland gelang. Dieser stellte sich letztlich aber als enorm wichtig heraus, da das deutsche Herrenteam hauchdünn vor Österreich als bester Gruppendritter ins Viertelfinale einzog. Dort trifft man mit Russland auf einen großen Favoriten auf den Europameistertitel.
Am Mannschaftswettbewerb der Frauen nehmen 5 Mannschaften teil und der Spielplan wollte es, dass Deutschland gleich am ersten Tag gegen die Topfavoriten aus Russland und der Ukraine antreten musste. Gegen die Ukrainerinnen standen die deutschen Frauen auf verlorenem Posten. Ein Satzgewinn war nicht mal ansatzweise in Reichweite. Gegen die Russinnen sah es dann besser aus. Anke Nestler verlor gegen die Weltranglistenzweite Anna Kondratova zwei Sätze sehr knapp, Nazia Enk gelang gegen Anastasia Egorova sogar ein Satzgewinn. Am zweiten Wettkampftag treffen die deutschen Damen auf Gastgeber Österreich und Polen, nach der Papierform lösbare Aufgaben. Sollten beide Partien gewonnen werden, winkt der Gewinn der Bronzemedaille.
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