13. Tischtennis-EM in Baden/Österreich
Text: Reinhard Brandt
Datum: 09. September 2015
Bronze für die Herren, Bronze für die Damen
Da kann man doch mal sehen, wie schnell sich im Sport das Blatt wenden, aus Frust Freude werden kann: War der Start beider deutscher Mannschaften am ersten Tag der Tischtennis-EM in Baden/AUT eher enttäuschend, so konnten sie sich am Finaltag der Mannschaftswettbewerbe erheblich steigern und die Erfolge von 2011 wiederholen: Sowohl die deutschen Herren als auch die deutschen Damen holten Bronze!
Mark Mechau (rechts im roten Trikot) im Einsatz
Das DGS-Herrenteam hatte ja am Vortag nach einer überraschenden Niederlage im Gruppenspiel gegen Außenseiter Belgien mit Ach und Krach gerade noch als bester Gruppendritter das Viertelfinale erreicht. Dort traf man dann auf Vizeeuropameister Russland und war nach den bisher gezeigten Leistungen krasser Außenseiter. In dieser Rolle schienen sich die Deutschen wohl zu fühlen, denn das Überraschende trat ein: Favorit Russland wurde angeführt von einem überragenden Mark Mechau, der seine beiden Einzel deutlich gewinnen konnte, klar geschlagen und Deutschland zog ins Halbfinale ein.
Dort trafen die deutschen Herren dann auf Titelverteidiger Litauen, zogen sich achtbar aus der Affäre und verloren nur denkbar knapp mit 2:3. Matchwinner für die Litauer war der amtierende Europameister im Einzel und Weltranglistenvierte Gintautas Juchna, der sowohl Mark Mechau als auch Jan Eric Baron keine Chance ließ. Für das Highlight aus deutscher Sicht sorgte abermals Mark Mechau mit seinem Sieg über Vizeeuropameister Deividas Takinas.
Auch die deutschen Damen konnten den Frust über die verlorenen Spiele des ersten Tages abschütteln. Die beiden abschließenden Spiele gegen Österreich und Polen konnten jeweils klar mit 3:0 bei nur einem Satzverlust gewonnen und damit die Bronzemedaille errungen werden.
Die deutsche Tischtennisnationalmannschaft der Gehörlosen befindet sich eindeutig im Aufwind, so dass man gespannt darauf sein kann, ob in den noch kommenden Disziplinen weitere Medaillengewinne möglich sind. Die DGS-Tischtennisfans fiebern weiter mit!
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