Schach-Europameisterschaften in Baku/Aserbaidschan
Text: Holger Mende/Reinhard Brandt
Datum: 15. Oktober 2015
GSBV Halle/Saale Europameister im Gehörlosenschach
Mit einem überlegenen Vorsprung von 3 Mannschaftspunkten gewann der Gehörlosen-Sport- und Bürgerverein Halle/Saale bei der vom 27. September bis 4. Oktober 2015 in Baku/Aserbaidschan durchgeführten Schach-EM für Vereinsmannschaften den Europameistertitel. Dabei gewannen die in der Besetzung Mohammadreza Ghadimi, Sergey Salov, Dieter Jentsch, Holger Mende und Karl-Heinz Kleemann (Ersatz) angetretenen Hallenser souverän alle 5 Begegnungen des Turniers und dürfen sich zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte bestes Gehörlosen-Schachteam Europas nennen.
GSBV Halle-S. mit (v.l.n.r.) H. Mende, M.R. Ghadimi, K.-H. Kleemann, S. Salov und D. Jentsch
Die EM für Vereinsmannschaften wurde seit 1973 bereits zum 22. Mal durchgeführt. Letzter Europameister aus Deutschland war 2001 in Lissabon/POR der Hamburger GSV. Der GSBV Halle/Saale wird in zwei Jahren alles daran setzen, den in Baku errungenen Titel zu verteidigen.
1. Runde:Halle/Saale – Almaty 3,0 – 1,0 Pkt. 2 MP
2. Runde:Halle/Saale – Moskau 2,5 – 1,5 Pkt. 2 MP
3. Runde:Halle/Saale – London 3,0 – 1,0 Pkt. 2 MP
4. Runde:Halle/Saale – S.K. Biskop 2,5 – 1,5 Pkt. 2 MP
5. Runde:Halle/Saale – Baku 3,5 - 0,5 Pkt. 2 MP
Endstand:
1. Halle/Saale - GER 10 MP 14,5 Pkt.
2. Moskau - RUS 7 MP 12,0 Pkt.
3. London - GBR 6 MP 11,5 Pkt.
4. S.K. Biskop - SWE 4 MP 9,5 Pkt.
5. Almaty - KAZ 3 MP 8,5 Pkt.
6. Baku - AZB 0 MP 4,0 Pkt.
Polen Europameister, Platz 4 für Deutschland
Das deutsche Team (v.l.n.r. W. Kössler, M. Gründer, A. Mucha, A. Kwasny und O. Hoyer)
Erstmals wurde in Baku auch eine Europameisterschaft für Nationalmannschaften ausgetragen und zwar zeitgleich zum Turnier für Vereinsmannschaften. Dies führte zu der kuriosen Situation, dass das deutsche Nationalteam ohne seine Leistungsträger Ghadimi, Salov und Jentsch antrat, die ja maßgeblich am Europameistertitel ihres Clubs beteiligt waren. Für Deutschland traten Michael Gründer, Annegret Mucha, Dr. Wolfgang Kössler (alle Dresdner GSV), Olaf Hoyer und Alois Kwasny (beide Hamburger GSV) an.
Nach Siegen gegen Israel und Aserbaidschan, einem Unentschieden gegen Kroatien und Niederlagen gegen die Ukraine und Europameister Polen errang das ersatzgeschwächte deutsche Team einen soliden 4. Platz. An der EM der Damen nahm Deutschland nicht teil. In diesem Wettbewerb ging der EM-Titel an die Ukraine.
1. Runde: Deutschland – Ukraine 1,5 – 2,5 Pkt.
2. Runde: Deutschland – Kroatien 2,0 – 2,0 Pkt.
3. Runde: Deutschland – Israel 3,0 – 1,0 Pkt.
4. Runde: Deutschland – Polen 1,5 – 2,5 Pkt.
5. Runde: Deutschland – Aserbaidschan 3,5 – 0,5 Pkt.
Endstand:
1. Polen 10 MP 13,0 Pkt.
2. Kroatien 7 MP 12,5 Pkt.
3. Ukraine 6 MP 12,0 Pkt.
4. Deutschland 5 MP 11,5 Pkt.
5. Israel 1 MP 7,0 Pkt.
6. Aserbaidschan 1 MP 4,0 Pkt.
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