Ein aufregender 6. Turniertag
Text: Anne Köster, Fotos: Verena Fleckenstein
Datum: 24. Juni 2021
Das Herren Doppel und das Mixed erreichen mit viel Kampfgeist die Finals!
Urs Breitenberger/Schäffer vs Abromov/Dolzhenkov
6:3, 6:3
Die beiden jungen, aufstrebenden Russen sind hochambitioniert, das deutsche Duo gut vorbereitet auf eine herausfordernde Begegnung.
Schäffer/Breitenberger
Entsprechend angriffslustig bringen sich Breitenberger/Schäffer in einem reibungslosen Zusammenspiel gleich mit 4:1 in Führung. Aber so leicht geben die russischen Talente sich nicht geschlagen, sie erhöhen den Druck, jetzt sind es sie, die die schnellen Punkte machen, Es gelingt ihnen, sich zum 3:4 heran zu kämpfen. Darauf folgen zwei sehr schnelle Spiele, beide können Breitenberger/Schäffer für sich verbuchen – der erste Satz geht mit 6:3 an sie.
Das Spiel zehrt an den Kräften, die Sonne gibt mal wieder alles, Dolzhenkov muss behandelt werden. Dann geht es in den zweiten Satz. Auch hier führt die deutsche Paarung schnell mit 2:0. Schäffer bekommt erneut Probleme, kann Breitenberger nicht voll unterstützen, es kommt zum 3:2 für Abromov/Dolzhenkov. Auf deutscher Seite wird ein Medical-Timeout genommen, nach den üblichen drei Minuten geht Schäffer wieder an Breitenbergers Seite auf den Court. Breitenberger übernimmt viel, sorgt dafür, dass das Spiel Fahrt aufnimmt und ist am Ende dank seines konzentrierten Einsatzes Vater des Sieges im zweiten Satz. Mit 6:3, 6:3 stehen die beiden im Finale der Europameisterschaft 2021!
Das französische Doppel Laurent/Novelli schlägt die türkische Paarung Yesilova/Vantansever im Halbfinale und treffen in altbewährter Manier auf Deutschland, eine oft gesehene Finalbegegnung im Gehörlosentennis
Breitenberger/Albrecht vs Smedek/Blasikova (CZE)
4:6, 6:4; 12:10
Wenn Breitenberger/Albrecht gemeinsam auf dem Court stehen, stimmt meistens alles. Sie sind bestens aufeinander eingespielt, vertrauen sich blind, sind seit Jahren erfolgreich. Das ist ein enormer Vorteil gegenüber den Gegnerduo, beide Tschechen sind jung, haben weniger gemeinsame Spielpraxis im internationalen Gehörlosentennis, sind aber nicht weniger erfolgsorientiert als die Deutschen. Vor allem Smedek, ein gigantisch guter Spieler, hatte sich schnell und schon mehrfach an der Spitze etabliert. Es versprach, spannend und nicht einfach zu werden.
Breitenberger/Albrecht
Und so ist es dann auch, auf dem Platz spielt sich ein wahrer Tennis Krimi ab. Smedek nimmt auf tschechischer Seite das Spiel komplett in die Hand, kein Laufweg ist ihm zu lang, er liefert überragend ab. Breitenberger und Albrecht halten dagegen und machen ebenfalls Punkt um Punkt. Immer wieder holen sich die beiden Duos gegenseitig ein, den Tschechen gelingt der Break zum 3:5, danach geht es schnell, die Deutschen müssen den Satz mit 4:6 abgeben.
Im zweiten Satz dasselbe Bild, es gelingt nicht, Smedek auszuschalten und auch der frühe Break zum 3:1 wird von ihm geknackt. Albrecht, aber auch Smedek zaubern am Netz, es ist nervenaufreibend spannend. Beim 4:3 können die Deutschen ihrem Gegner erneut den Aufschlag abnehmen, sie erhöhen auf 5:3 und dann gehört der Satz mit 6:4 ohne weiteren Spielverlust Breitenberger/Albrecht.
Es geht in den Match Tiebreak, schnell liegen Breitenberger/Albrecht mit 5:0 vorne. Dann startet das gegnerische Duo eine kühne Aufholjagd. Beim 10:10 vergibt Smedek den Punkt durch einen Doppelfehler, Albrecht hat Aufschlag und Deutschland bringt das Match nach Hause.
„Bei den schwierigen Bedingungen hier muss man beiden Teams für ihre Leistung allergrößten Respekt zollen“, lobt Trainer Vonthein.
Freude beim Finaleinzug
Im Mixed Finale treffen Breitenberger und Albrecht auf die Russen Dolzhenkov/Koshcheeva
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