Deaflympics 2021 - Der zweite Wettkampftag
Text: Katja Kluttig, Anne Köster, Fotos: Dirk Kleinert & Anton Schneid
Datum: 03. Mai 2022
Persönliche Ziele, Sieg und Niederlage
Karate
Die Karate-Wettkämpfe der Deaflympics fanden schon am zweiten Tag der Spiele statt. In der Sporthalle der Universität trat DGSV Karateka Dr. Christoph Rieck am Vormittag in der Kata und nachmittags im Kumite an.
Dr. Christoph Rieck beim Karate-Kampf
Im Kata-Wettbewerb musste Rieck sich gegen 18 Mitstreiter durchsetzen. In der Endwertung wurde es Platz 6.
Enttäuscht war Rieck von seinem Abschneiden im Kumite. In der Gewichtsklasse 84+ traf er zunächst auf den Ukrainer Mykola Pantiushyn. Trotz seiner guten Vorbereitungen machte sich bei Rieck Nervosität bemerkbar und er musste sich nach kurzem Kampf geschlagen geben.
Anschließend trat er gegen den Iraner Hossein Tabartehfarahani, der im Vorkampf Jardel-Cerquera Moura aus Brasilien unterlag, an, konnte sich aber auch in diesem Kampf nicht durchsetzen.
Fußball
Kantersieg für Deutschland
GER vs. MLI 5:0 (2:0)
Im Match gegen die Mannschaft aus Mali, zweitbestes Team Afrikas, stieg die DGSV Elf sofort mit großem Druck ein. Hochkonzentriert zwangen sie den Maliern ihr Spiel auf und dominierten die erste Halbzeit über weite Strecken. Der frühe Führungstreffer in der 4. Minute durch Nowark war hochverdient, die Gegner ratlos. Die herausgespielten Chancen der Deutschen scheiterten allerdings immer wieder am Keeper und ab Minute 25 kamen die Westafrikaner mehr und mehr ins Spiel, hatte Chancen, allein der Abschluss wurde von Seiberlich und die Abwehr vereitelt. Der Ball lief nicht mehr, die deutsche Mannschaft verlor die Sicherheit und die Gegner erhöhten den Druck. Beim Foulelfmeter kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit war Fischer der Mann am Ball, es ging mit 2:0 in die zweiten 45 Minuten.
Spielszene
Dann hatte die Mannschaft das Spiel im Griff, in der 55. Minute fiel das 3:0 wieder durch Sedlmayer, Nowark erhöhte zum 4:0 und 12 Minuten später dann zum Endergebnis 5:0. Erstaunlich trotz des Spielverlaufs war trotz der kaum abzuwendenden Niederlage die Spielfreude der afrikanischen Kicker, eine Haltung, die allen Respekt abverlangte und das Match zu einer wirklich schönen Partie machte.
Joshua Füner, Marcel Rekus, Bastian Hoffmeyer und Robin Völkel gaben in den ersten beiden Spielen im Turnier ihr Länderspiel Debüt.
Am 06.05. wartet um 10 Uhr Ortszeit (15 Uhr) die Begegnung gegen die USA im Marcopolo Foundation Stadion auf unser Team. Wir hoffen immer noch auf eine bessere Möglichkeit, den Spielen live zu folgen.
Tore
1:0 Nowark (4.Min.), 2:0 Fischer (45.Min., Foulelfmeter), 3:0 Sedlmayer (55.Min.), 4:0 Nowark (58.Min.) und 5:0 Nowark (70.Min.)
Aufstellung
David Seiberlich, Marc Christ – Marcel Rekus (67), Nico Knappe – Joshua Füner (67), Steven Nowark, Jonathan Sedlmayer, Alexander Peters – Robert Hofmann (75), Kevin Bayer, Robin Plank, Andreas Fischer – Luca Ballmann (46), ( Fabian Kuppe – Jan Medewitz (45), Marc Eisenberg
Schwimmen
Alle drei Schwimmen hatten gestern ihren ersten Wettkampf:
Niklas Müller über 400m Freistil, Paula Pichier 100m Rücken und Lars Kochmann 50m Schmetterling. Müller hatte keine Erwartungen für den Lauf, ihm ging es vor allem ums Reinkommen in den Wettkampf-Modus. Das ging Kochmann nicht viel anders. Er wollte die Abläufe und Organisation vor Ort kennen lernen und sich eingewöhnen.
Paula Pichier beim 100m Rücken
Pichier hatte schon vorsichtig eine Finalteilnahme angepeilt. Die Konkurrenz war trotz Abwesenheit der russischen Schwimmer stark, besonders auffällig die Dominanz der US-Amerikaner, sowie der Teilnehmer aus Japan, Ukraine und Polen. Niklas Müller schied im Vorlauf aus und erreichte Platz 11. Er war zufrieden mit dem Ablauf, wie erwartet.
Lars Kochmann war trotz geringer Erwartungen ein bisschen enttäuscht über das knappe Ergebnis. Mit nur 0,9sek Rückstand auf einen Medaillenplatz landete er nach einem nicht ganz gelungenen Start im Finale auf Platz 8.
Paula Pichier dagegen erreichte schon im ersten Wettkampf alle ihre persönlichen Ziele:
• einmal bei Deaflympics starten
• einmal nicht Letzte werden
• einmal Finale
• einmal Altersklassenrekord
Bei ihrem ersten Deaflympics-Start wurde sie nicht Letzte, sondern qualifizierte sich für das Finale und kam dort sogar auf Platz 6. Und Altersklassenrekord schwamm sie gleich zweimal.
Trainer Björn Koch war hochzufrieden mit dem Einstieg. Mit exzellentem Teamgeist und psychologisch hervorragend eingestellt, stellt sich die kleine Mannschaft heute den nächsten Herausforderungen: Lars Kochmann und Paula Pichier beide jeweils 50m Brust.
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