Deafboys sind Vize-Europameister
Text: Johannes Weber, Foto: A.Schneid / P. Schöler
Datum: 11. Mai 2024
Es hat heute nicht sollen sein: Die Deafboys unterlagen im Finale nach einem großen Kampf und einer lange auf Augenhöhe spielenden deutschen Mannschaft bei der Männer-Handball-Europameisterschaft (EM) der Gehörlosen gegen Kroatien mit 21:27. Dennoch kann das Team von Bundestrainer Alex Zimpelmann stolz sein. Der zweite Platz ist aller Ehren wert und sie werden im nächsten Jahr an den Deaflympics in Tokio teilnehmen.
In der ersten Halbzeit ging es für die Deutschen gut los. Bis zur neunten Spielminute konnten die Spieler um Mannschaftskapitän Dominik Götz einen 5:2 Tore Vorsprung herausarbeiten. Nach der Auszeit der Kroaten kamen diese ran und gingen in Führung. Wer jedoch gedacht hat, dass Kroatien jetzt davonzieht, lag falsch. Die Einzelmanndeckung gegen den Spielmacher der Kroaten, Pero Jukic, zahlte sich aus. Die volle Halle stand hinter den Deafboys wie eine Wand. Und so ging es mit einem 10:10 in die Halbzeit.
In Hälfte zwei erhöhten die Kroaten das Tempo. Aber auch hier konnten die Deafboys gut mithalten. Noch in der 39. Minute stand es 14:14. Die Einstellung der deutschen Mannschaft passte, die Emotionen nach wie vor sehr hoch. Immer wieder keimte Hoffnung auf. Doch die Kroaten waren einfach zu clever, um dieses Spiel aus der Hand zu geben. Letztendlich gewannen sie mit 27:21 und sind verdient Europameister.
Bundestrainer Alex Zimpelmann zum Spiel: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir haben gut hineingefunden und immer wieder Lösungen im Angriff gefunden. Die Taktik, die wir uns ausgedacht haben, ging auf. Wir haben diszipliniert gespielt, aber leider dann doch verloren. Und das tut einfach weh.“
Der „Player oft the Match" wurde unser Jörg Tomaschewski.
Im Spiel um den dritten Platz setzte sich der Favorit Frankreich gegen Serbien durch. Nur zu Beginn konnte der Außenseiter mithalten. Zug um Zug übernahm Frankreich die Initiative und siegte souverän gegen die Männer vom Balkan, die im Spiel zwei rote Karten kassierten, mit 40:19 und gewann damit die Bronzemedaille. Der „Player oft the Match“ wurde der Franzose Alan Poultier.
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